Die Verfolger abschütteln

Einfache Maßnahmen zu Beginn

Die Verfolger abschütteln

Mit ersten Schritten zur Unabhängigkeit

Am di.day im April haben sich in Saarbrücken erneut engagierte Teilnehmer getroffen, um mehr zu dem Thema zu erfahren. Einige Vertreter der beteiligten Partner waren vor Ort, um konkret zu helfen, wenn jemand Einstellungen an seinem Smartphone verbessern wollte oder sich gar für ein alternatives Betriebssystem entschied.

Reale Gefahrensituationen

In ihrer Einführung stellte zunächst Ida eine Situation dar, wie wir sie alltäglich in den Nachrichten erleben. Ein Personenkreis nutzt rege verschiedene Social Media Apps. Über einen längeren Zeitraum hinweg. Dann will jemand daraus für ein politisches Amt kandidieren. Es wurden verschiedene Szenarien aufgezeigt. In einem ergab es sich, dass genau zum Zeitpunkt der Bekanntgabe der Kandidatur private Details dieser Person öffentlich bekannt werden, die Potenzial für einen Skandal haben könnten.

An die Teilnehmer an diesem Sonntag Nachmittag wurde die Frage gerichtet, für wie wahrscheinlich sie eine bewusste Steuerung eines solchen Vorgangs halten.

Vortrag von Peter Schmidt

Gleich zu Beginn bekannte er "ich bin süchtig". In seinem Zusammenhang kann man das getrost als Selbstironie auffassen, aber viele Menschen befinden sich in einer Abhängigkeit, die sie selbst gar nicht mehr so wahrnehmen. Und aus der sie auch gar nicht so einfach herauskommen. Für sich selbst hat er verschiedene Maßnahmen erprobt und umgesetzt. Den so gewonnenen Erfahrungsschatz gibt er gerne an andere weiter.

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Er machte auch keinen Hehl daraus, dass der Weg aus diesen Abhängigkeiten gar nicht so einfach ist. Er meinte, wenn man gar ein alternatives Betriebssystem auf seinem Smartphone installiert, "dann wird das Leben spannend". Als Beispiele für solche Systeme nannte er GrapheneOS oder LineageOS, die zwar auf Android basieren, denen aber die herstellerspezifischen Überwachungsprogramme fehlen und dadurch mehr Sicherheit und Privatheit bringen.

Lebhafte Diskussionen

In einer kurzen Kaffeepause entspannen sich dann auch gleich Gespräche, die zeigten, wie sehr vielen das Thema eigentlich unter den Nägeln brennt. Aber selbst weiss man gar nicht, wo man beginnen soll, was man tun kann. Mit Spannung wurde erwartet, was dann nach der Pause konkret umgesetzt werden sollte.

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Weitere Hilfe wird nachgefragt

An diesem Sonntagnachmittag gab es vor Ort eine ganze Reihe von Experten, die weiterhelfen konnten. Was aber offenbar fehlt, ist darüber hinausgehende Unterstützung im Alltag. Es gibt eine ganze Menge an Massnahmen, die man durchführen kann. Da reicht ein Nachmittag nicht.

Deshalb habe die Veranstalter beschlossen, hier auf diesen Seiten eine Liste zu veröffentlichen. Diese soll in kompakter Form mögliche Ansprechpartner benennen. In regelmäßigen Treffen kann man dort dazukommen und das Thema weiter bearbeiten.

Dann wurde es konkret

In seinem weiteren Vortrag hat Peter dann die ersten Möglichkeiten in Richtung Digitale Unabhängigkeit aufgezeigt. Was als Vortrag geplant war, wollten die Teilnehmer dann auch gleich umsetzen. Und so wurde der zweite Veranstaltungsteil des di.day sehr interaktiv. Es gab auch eine umfangreiche Dokumentation, sodass alle die Einzelmassnahmen zu Hause nachlesen können. Mit Hilfe enthaltener QR-Codes kommt man auch leicht auf weiterführende Informationsseiten.

Inhalt

Folgende Themen waren dabei ein Schwerpunkt bei der Umsetzung.

  • Werbe-ID in Google Android und iOS entfernen
  • Bilderscanner in Android deinstallieren
  • Datensammlungen durch Netzbetreiber widersprechen
  • Werbung/Tracking durch Apps mit alternativer DNS-Einstellung blockieren
  • KI bzw. AI bei Samsung Galaxy und Co. deaktivieren

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Am besten lässt sich das eigene Smartphone anpassen, wenn es mit einem Desktop Rechner verbindet. Mit geeigneter Software ist auch die Installation sonst nicht installierbarer Apps möglich. Oder auch das Entfernen von Apps, die die Smartphone Hersteller mit jeder Menge Werbung verseucht haben.

Verpasst?

Wer diese Veranstaltung verpasst hat, kann gerne mit uns Kontakt aufnehmen. Wir helfen weiter!

Titelgrafik: CC-BY-NC-SA 4.0 Rahel Lang, netzpolitik.org